Auf lichtdurchfluteten 55 Quadratmetern verschwimmen bewusst die Grenzen zwischen Verkaufsraum und Atelier. Man erhält einen Einblick in das authentische Arbeitsumfeld eines Schmuckgestalters; selbst halbfertige Stücke, die noch irgendwo im Entstehungsprozess feststecken, haben eine Berechtigung, gesehen zu werden.

Teilen sich im hinteren Raum jene Maschinen und Geräte, bei denen es laut, giftig, heiß und schmutzig zugeht eine Zweckgemeinschaft, offenbart sich in vorderen Raum folgendes Bild:

Über Jahre liebevoll zusammengetragenes Interieur gibt dem Raum erst seinen ganz besonderen Charme: ob nun das Sofa, das bereits eine tragende Nebenrolle bei einer Hochzeit auf einer Blumenwiese gespielt hat, oder die Walze, welche sich mittlerweile ohnehin als eigenständige Skulptur behauptet und von keinem übersehen wird.

Der alte Goldschmiedetisch, welcher das Herz des Ateliers ist, stammt aus dem Inventar des ersten Dienstgebers. Großvaters alte Hobelbank wurde reaktiviert, leistet leicht zweckentfremdet als stabile Unterlage gute Dienste und erträgt jeden Hammerschlag rückschlagsfrei. Mittlerweile dient sie sogar als Verkaufspult.